Infos zum Thema „freiwillig • international • mobil: Die Mobilität von jungen Freiwilligen“

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Was bedeutet freiwilliges Engagement im Ausland?

Unter freiwilligem Engagement, Freiwilligentätigkeit oder Freiwilligenarbeit versteht man das unentgeltliche soziale Engagement in gemeinnützigen Verbänden, Organisationen, Initiativen, Projekten oder Einrichtungen. Die Form und der Umfang des Engagements können dabei sehr vielfältig sein und vom einfachen Mitmachen bis zu umfassenden Leitungsaufgaben reichen. Freiwillige verdienen dabei kein Geld, sammeln aber vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen, durch die sie sich persönlich weiterentwickeln.

Wer als Freiwillige/-r ins Ausland geht, erfährt zahlreiche neue Impulse und Eindrücke und lernt unter anderem, sich auf Menschen aus fremden Kulturen einzustellen und mit kulturellen Unterschieden und ungewohnten Situationen umzugehen. Gleichzeitig haben die Menschen und Organisationen vor Ort von den Fähigkeiten, der Arbeitskraft und dem Enthusiasmus der Freiwilligen einen konkreten Nutzen. Mithilfe der Freiwilligen können Dinge umgesetzt werden, die ohne sie nicht möglich sind.

Freiwilliges Engagement im Ausland umfasst keine Auslandsaufenthalte im Rahmen der Ausbildung (Schul- oder Studierendenaustausch, Praktikum, Sprachkurs), reines Reisen oder bezahlte Arbeitsaufenthalte.


Formen des freiwilligen Engagements im Ausland

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich als Freiwillige/-r im Ausland zu engagieren. Um Interessierte zu unterstützen und ihnen den Auslandsaufenthalt zu erleichtern, haben sich im Laufe der Zeit bestimmte Formen des freiwilligen Engagements im Ausland entwickelt.

Freiwilligendienst

Bei einem Freiwilligendienst engagiert man sich für eine festgelegte Zeit in einer Einrichtung, einer Organisation oder einem Projekt im Ausland. In der Regel wird man von einer in Deutschland ansässigen Organisation an deren Partnerorganisation im Ausland „entsendet“. Dabei wird zwischen Kurzzeitfreiwilligendiensten und Langzeitfreiwilligendiensten (3 - 24 Monate) sowie geförderten, gesetzlich geregelten und nicht geförderten Freiwilligendiensten unterschieden.

Beispiele für geförderte bzw. gesetzlich geregelte Freiwilligendienste:
  • Deutsch-Französischer Freiwilligendienst
  • Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst „Kom-Mit-Nadev“
  • Europäischer Freiwilligendienst (EFD)
  • Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Ausland
  • Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland
  • Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD)
  • Internationaler kultureller Freiwilligendienst „kulturweit“
  • Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst „weltwärts“

Workcamps

Workcamps zählen zu den so genannten Kurzzeitfreiwilligendiensten, bei denen Menschen aus verschiedenen Ländern für ein bis sechs Wochen gemeinsam an einem gemeinnützigen Projekt arbeiten. Als Gegenleistung für die geleistete Arbeit erhalten sie in der Regel freie Unterkunft und Verpflegung.

Engagement bei internationalen Jugendbegegnungen

Internationale Jugendbegegnungen sind Seminare, bei denen junge Menschen aus zwei oder mehreren Ländern zusammenkommen. In vielen Fällen kommen bei diesen Seminaren ehrenamtliche Betreuer/-innen zum Einsatz, die die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung übernehmen oder hauptamtliche Kräfte dabei unterstützen. Bei internationalen Jugendbegegnungen spielt häufig das interkulturelle Lernen eine wichtige Rolle.


Informations- und Beratungsangebote für junge Freiwillige (Auswahl)

Anbieter von Freiwilligendiensten, Workcamps und internationalen Jugendbegegnungen

Organisationen und Einrichtungen, die Freiwilligendienste, Workcamps und internationale Jugendbegegnungen anbieten, informieren und beraten zu ihren Angeboten. Informationen und Beratung findet Ihr unter anderem auf folgenden Websites:

» www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung
» www.diakonisches-jahr-im-ausland.de
» www.entwicklungsdienst.de
» www.freiwilligendienst.de
» www.go4europe.de
» www.ib-freiwilligendienste.de
» www.ijgd.de
» www.internationaler-jugend-freiwilligendienst.de
» www.projects-abroad.de
» www.wwoof.org
» www.workcamps.de

Eurodesk

Eurodesk ist ein europäisches Informationsnetzwerk mit Koordinierungsstellen in 33 Ländern und über 900 lokalen Servicestellen. In Deutschland arbeitet Eurodesk mit über 40 regionalen und lokalen Partnern zusammen. Ziel des Netzwerkes ist es, Jugendlichen und Multiplikatoren/-innen der Jugendarbeit den Zugang zu Europa zu erleichtern.

» www.rausvonzuhaus.de
» www.eurodesk.tv
» Lokale Eurodesk-Servicestellen in Deutschland

Jugendinformations- und Jugendberatungszentren

An vielen Orten in Deutschland gibt es lokale oder regionale Informations- und Beratungszentren, die sich mit einer Vielzahl an Informationen speziell an Jugendliche wenden und dabei auch zu Möglichkeiten als Freiwillige/-r ins Ausland zu gehen beraten. Sie sind u.a. bei kommunalen Trägern (Städten und Gemeinden), Jugendverbänden oder Jugendringen angesiedelt. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Eine Übersicht (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) findet Ihr » hier.

Online-Plattformen mit Informationen für junge Freiwillige

» www.ausland.org
» www.bundes-freiwilligendienst.de/ausland
» www.freiwilligenarbeit.de
» www.international.jugendnetz.de
» www.stepin.de/freiwilligenarbeit
» www.studienwahl.de
» www.weltweiser.de/auslandsaufenthalte
 

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