Alle Beiträge zur Konsultation „Ausreichend wertgeschätzt? Anerkennung außerschulischer Bildung“ ansehen

Schlagwort „Gesellschaft“

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1. Welche Kenntnisse und Fähigkeiten, die junge Menschen im Rahmen der außerschulischen Bildung erwerben, haltet Ihr für besonders wichtig?

  • Übernahme von Verantwortung - Sich selbst zu organisieren - Pädagogische Grundkenntnisse - Gruppen leiten/Gruppenprozesse/ Rollen im Team - demokratische Entscheidungsprozesse/ Demokratisches Miteinander - Beteiligungsmöglichkeiten in der Gesellschaft werden eröffnet - Interesse, sich für Themen einzusetzen - Teamarbeit
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  • Eigenverantwortlich und Selbstständig sich für gesellschaftliche Belange einzusetzen. Der vielbeschworene Blick über den eigenen Tellerrand.
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  • Sozialkompetenzen:z.B.Teamfähigkeit, Flexibilität, Perspektivwechsel, Einhalten von Absprachen / Verantwortungsübernahme, Engagement, Gesellschaftsfähigkeit, Demokratie- und Toleranzfähigkeit, Integration und Erleben von Gemeinschaft, Konfliktfähigkeit
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  • Politisches kritisches nachdenken und eigenes Politikinteresse fördern, keine Politikverdrossenheit.
    Durch freiwillig angebotene Politikdiskussionen etc. bei denen verschiedene Meinungen vertreten werden ( z.B. Diskussionsgruppen und Podiumsdirkussionen ) werden junge Erwachsene angeregt sich mit Politik ohne Zwang auseinander zu setzen ohne alles vorgekaut zu bekommen. Eigenständiges, zwangloses auseinandersetzen mit politischen und gesellschaftlichen Themen außerhalb der Schule ist sehr wichtig um tatsächliche Aufnahme zu erziehlen und nicht nur ein stupides auswendiglernen von Definitionen , Lehrbuchtexten und persöhnlichen Meinungen. Ein solches verhalten wäre sehr gefährlich für die gesamte Gesellschaft
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  • Erlernen und Erfahren von Verantwortung: Eigenverantwortung und Verantwortung für andere
    Verantwortungsbewußtsein und -übernahme als Schlüsselkompetenz für die individuelle Entwicklung des Einzelen und zugleich für eine integrierte Gesellschaft die Partizipation aller ermöglicht.
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  • Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie erlernen: Projekt- und Zeitmanagement, positives Feed-back und Motivation, Rücksicht auf andere in der Gesellschaft, Zielorientierung an ethischen Werten ausgerichtet.
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  • Besonders wichtig ist wohl die Erkenntnis, dass man selbst Ideen entwickeln und eigenständig mit anderen jungen Menschen umsetzen kann.
    Diese Ideen können sowohl kreativer, kultureller oder auch gesellschaftspolitischer Natur sein.
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2. Wie bewertet Ihr die Wertschätzung und Anerkennung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten?

  • Wünschenswert wäre die Unterstützung der Ehrenamtlichen durch Vorbilder, das Vorleben von Engagement als Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft. - ehrenamtliches Engagement hat nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Gerade bei Bewerbungen wird hierauf auch ein besonderes Augenmerk gelegt. -
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  • Die Gesellschaft weiß ehrenamtliches Engagement wenig zu schätzen.
    Das Ehrenamt ansich ist ein hohes Gut, dass sich aber nicht in barer Münze auszahlt, deshalb wird es in unserer Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt!
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  • Softskills werden von der Gesellschaft und der Wirtschaft gewünscht und vorausgesetzt. Wie sie erworben werden, ist anscheinend nicht so wichtig, Hauptsache sie sind vorhanden -wenn nicht, wird man schnell ausgegrenzt.
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  • Eine Wertschätzung der jungen Menschen kann nur erfolgen wenn sie in der Gesellschaft Anerkennung findet
    Wenn die erworbenen Fähigkeiten nicht eingesetzt werden können und keine Möglichkeit geschaffen werden kann diese umzusetzten,können junge Menschen sie auch nicht als positiv bewerten.
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  • Jugendliche nehmen einen Mangel an gesellschaftlicher Anerkennung des Ehrenamts wahr, teilweise sogar im Familien- und Freundeskreis. Insgesamt falle die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit sehr gering aus. Vor allem an Hochschulen müsse nach ihrer Meinung das Ehrenamt besser anerkannt werden.
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  • Die Wertschätzung ist sehr unterschiedlich. Maßgeblich ist auch, welche Wertschätzung den Teilnehmern von anderen für die Teilnahme an solchen Angeboten entgegengebracht wird.
    Die klassische Form von außerschulischen Jugendbildung ist kein typischer "Lobbyträger". Wirtschaftspolitische Interessen Zielen zuerst auf Angebote, die "Leistungsprinzipien" verfolgen und in der Öffentlichkeit in Form von "Wettbewerbscharakter" besondere Anerkennung geniesen und damit sowohl Politiker als auch Sponsoren leicht gewinnen können. Die zunehmende Öffnung der Armutsschere ist nichts anderes als der Ausdruck dieser Leistungs- und Konsumgesellschaft. Es ist zumindest in Frage zu stellen, ob die allgemeine SchulPFLICHT, eine leistungsbezogene Würdigung (z.B. durch Benotung), hochdotierte Sponsorverträge mit Sportvereine (z.B. mit Alkoholhersteller und Tabakfirmen) oder die leistungsbezogene Bezahlung von Jugendspielern in staatlich geförderten Jugendsportverbänden tatsächlich geeignete Bildungsräume darstellen. Eine Kultur die von einem zu scharfen Wettbewerb geprägt ist kann unter dem Gesichtspunkt der "Menschenwürde" die Bedürfnisse derjeniger nicht mehr befriedige, die minderbegabt sind oder über ganz besondere "Nischen"-Begabungen verfügen, die nach allgemeinen und instutionalisierten Standards nicht messbar sind, aber im Zusammenwirken unserer Gesellschaft trotzdem unverzichtbar bleiben.
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  • weitestgehend werden Kenntnisse und Fähigkeiten von den "netten" Unternehmen anerkannt, also von der Kommune; bspw bei Jugendherbergen oder Bahnfahrten müssten Jugendgruppen mit ausgebildeten LeiterInnen Rabatte bekommen; man könnte bei Ehrenamtlern 1 Wartesemester extra gutschreiben
    man kann Studiengebühren für Ehrenamtler streichen, da sie sich bereits aktiv für die Gesellschaft einbringen - sie sollten also nicht noch neben dem Studium und dem Ehrenamt arbeiten müssen, denn dann streichen sie ihr so wertvolles Engagement gerade im Ehrenamt
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  • Die Gesellschaft und der Arbeitsmarkt würdigen diese Angebote noch nicht genug und müssten mehr darauf achten.
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  • Meiner Meinung nach, verbessert sich die Anerkennung durch bspw. Arbeitgeber nach uns nach. In einer Gesellschaft, die dazu tendiert bewährte Werte zu verlieren, erkennen Arbeitgeber und Institutionen langsam wieder, was wirklich zählt!
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  • Bisher ist für diese erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu wenig Anerkennung in der Gesellschaft sowie den Lehrplänen von Pädagogen oder der Schulen in Form von Zeit und Aufnahme der Inhalte gegeben.
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3. Wie können die Sichtbarkeit und die Anerkennung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten gestärkt werden?

  • Publikation und Anerkennung durch Medien und Institutionen
    Berichterstattung Medien wiw Funk, Fernsehen und Zeitung. Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Punkt zur Sichtbarmachung und Anerkennung.
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  • Durch Umsetzung und Deutlichmachung in Politik und Gesellschaft
    Bereitstellung von finanziellen und räumlichen Mitteln, um jungen Menschen so die Möglichkeit zu geben ihre Fähigkeiten auch umzusetzen
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  • Gesamtgesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung dieser durch z.B. Kampagnen, bedingungsloses Grundeinkommen, geringeren Leistungsdruck in Schule, Studium; Förderung ehrenamtlichen Engagements,
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  • Die Jugendarbeit muss mehr in die Öffentlichkeit integriert werden. Nur so kann man die Akzeptanz der Jugendarbeit erhöhen und mehr Kinder dafür gewinnen.
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  • Projekte mit positiven, gesellschaftsfördernden Inhalten durchführen.
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4. Was muss sich ändern, damit mehr junge Menschen von außerschulischer Bildung und den dabei erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten stärker profitieren?

  • - Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ist auf allen Ebenen der Gesellschaft abzusichern - Keine Vermischung der Grenzen zwischen schulischer und außerschulischer Bildung - keine Mittelvergabe an die Jugendverbände nach dem Prinzip, wer am stärksten in der Schule vertreten ist, bekommt am meisten - Entbü
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  • Traut jungen Menschen mehr zu und fordert sie!
    Vielfach hört man, dass die Jugend von heute träge sei, schlechte Leistungen erbringt und zu nicht zu gebrauchen. Aber wurden die jungen Menschen jemals gefordert? Wer nimmt ihnen denn alles ab? Die Eltern! Die Gesellschaft ist grober geworden. Eltern wollen ihren Kindern alles ermöglichen und können es finanziell häufig auch. Aber Pflichten fordern sie von ihren Kindern kaum. Junge Menschen wollen Herausforderungen!!!
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  • mehr positive Öffentlichkeitsarbeit
    über die Menschen, die sich engagieren. Die Gesellschaft muss lernen, dass außerschulische und außerberufliche Aktivitäten ein bedeutender Teil des Zusammenlebens darstellen. Erst wenn man sich erklären muss, warum man selber nichts für diese Gesellschaft tut, ist die Grundhaltung auf dem richtigen Weg.
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  • Mehr Bedeutung dieser Fähigkeiten im Studium ("social credit points"). Mehr Information und Werbung für solche Angebote in der Gesellschaft.
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