Verbesserung des Jugendaustauschs mit Nachbarländern der EU

Wie lässt sich das Interesse von Jugendlichen aus EU-Mitgliedsländern am Austausch mit Ländern in Osteuropa, Südosteuropa, der Kaukasusregion, dem Nahen Osten und Nordafrika fördern? Wo liegen die Hindernisse und Probleme? Was müsste getan werden, um den Jugendaustausch mit den EU-Nachbarländern zu erleichtern?

Diese Fragen standen im Sommer 2011 im Mittelpunkt der Konsultation zum Jugendaustausch mit Nachbarländern und -regionen der EU. Europaweit waren Jugendliche und Jugendorganisationen aufgerufen, sich mit ihren Meinungen, Erfahrungen, Positionen und Vorschlägen zu beteiligen.


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Eine Gruppe von Jugendlichen liegt einen Kreis bildend auf dem Gras und hält sich an den Händen. Foto: godfer - fotolia

Die Ergebnisse

Die Ergebnisse in Kürze

Die Mehrzahl der Teilnehmenden der Konsultation in Deutschland findet die Kooperation mit Nachbarländern und -regionen der EU wichtig. Auf besonderes Interesse stößt der Austausch mit Ländern in Osteuropa und Nordafrika sowie Israel, der Türkei und dem Westlichen Balkan. Viele der Teilnehmenden haben bereits an einem Jugendaustausch mit einem EU-Nachbarland bzw. einer EU-Nachbarregion teilgenommen. Am häufigsten genannt wurden Osteuropa (insbesondere Russland und die Ukraine) sowie Israel und Georgien.

Recht viele waren der Meinung, dass es eigentlich keine Gründe gibt, die gegen einen Jugendaustausch mit diesen Regionen sprechen - abgesehen von akuten Gefahrensituationen. Sie sahen eher Hindernisse, die den Austausch erschweren. Unter denjenigen, die Gründe nannten, verwiesen die meisten auf die instabile politische und gesellschaftliche Lage in einigen Ländern und auf die hohen Kosten.

Auf die Frage nach den Hindernissen für den Jugendaustausch wurden vor allem Förderungs- und Finanzierungsprobleme, Bürokratie und kulturelle Hemmnisse genannt. Soll der Jugendaustausch mit EU-Nachbarländern gestärkt werden, braucht es bessere Rahmenbedingungen. Was das aus Sicht von Jugendlichen und Jugendorganisationen in Deutschland bedeutet, zeigen die vielfältigen Vorschläge zur Überwindung der Hindernisse.

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Follow-up: Was mit den Konsultationsergebnissen passierte

Die Ergebnisse der deutschen Konsultation wurden von der Koordinierungsstelle an den Europäischen Lenkungsausschuss weitergeleitet, wo sie zusammen mit den Konsultationsergebnissen aus den anderen 26 EU-Ländern für die EU-Jugendkonferenz im September 2011 in Warschau aufbereitet wurden. Dort kamen Jugendvertreter_innen und Vertreter_innen der Jugendministerien aller EU-Länder zusammen und arbeiteten gemeinsam die Punkte heraus, die für Jugendliche in allen europäischen Ländern wichtig waren. Die Ergebnisse von 27 Konsultationen wurden zu einem Papier, den sogenannten gemeinsamen Empfehlungen, zusammengefasst.

Mit den gemeinsamen Empfehlungen befassten sich anschließend die EU-Jugendminister_innen bei ihrer Tagung im November 2011. Darüber hinaus gingen die Ergebnisse als Empfehlungen an die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedstaaten mit dem Auftrag, sie bei ihren Aktivitäten zur Förderung der Wahlbeteiligung junger Menschen zu berücksichtigen.

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