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24.07.2013

Strukturierter Dialog zur Inklusion junger Menschen

Was mit den Ergebnissen der 1. Runde bislang geschah

Mit einer sehr ausführlichen Mitteilung hat die irische EU-Ratspräsidentschaft darüber informiert, wo sie die Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz in Dublin und damit die Ergebnisse der 1. Runde des Strukturierten Dialogs zur Inklusion junger Menschen bislang eingebracht hat und wie damit weitergearbeitet wurde.


Ausschnitt aus der Titelseite der Mitteilung der irischen EU-Ratspräsidentschaft. Neben Text sind das Logo der irischen EU-Ratspräsidentschaft und des Ministeriums für Kinder- und Jugendangelegenheiten zu sehen.

Titelseite der Mitteilung

EU-Jugendministerrat am 16. Mai in Brüssel

Die EU-Jugendminister_innen verabschiedeten ein Ratsdokument mit dem Title „Beitrag einer qualitätsvollen Jugendarbeit zur Entwicklung, zum Wohlbefinden und zur sozialen Inklusion junger Menschen“ Darin finden sich fünf der 14 gemeinsamen Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz wieder, die sich auf die Themen qualitätsvolle Jugendarbeit, Jugendorganisationen sowie Teilhabe beziehen. 

Hier sind sie im Detail (Die fett markierten Textteile verweisen auf Passagen, die aus den gemeinsamen Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz entnommen wurden):

  • 14. d) Entwicklung von unterstützenden Qualitätsrahmen, darunter Bewertungsinstrumente, zur Nutzung in der Jugendarbeit, um die bestmögliche Wirkung für die Entwicklung, das Wohlergehen und die soziale Inklusion junger Menschen zu erzielen. Derartige Rahmen sollten umgesetzt, unterstützt und kommuniziert werden und alle Akteur_innen im Jugendbereich einbeziehen. 
  • 14. e) Sicherstellung, dass Initiativen der Jugendarbeit (Maßnahmen und Praxis) die Stimme und die Bestrebungen junger Menschen selbst zugrunde liegen und damit junge Menschen einen inklusiven Raum bieten, in dem sie sich entwickeln können und gestärkt werden. 
  • 17. Unterstützung einer stärkeren Zusammenarbeit aller Akteure der Jugendarbeit (insbesondere von Forscher_innen, Entscheidungsträger_innen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Praktiker_innen und jungen Menschen), um die Wirkung einer qualitätsvollen Jugendarbeit für junge Menschen selbst, den Jugendbereich und verwandte Politikbereiche zu bestimmen, indem z.B. Nachweise für die Wirkungen qualitätsvoller Jugendarbeit entwickelt werden und die Anerkennung und Validierung von non-formalem und informellem Lernen auf nationalen und EU-Ebene erleichtert und verbessert wird. 
  • 18. Ermutigung und Unterstützung junger Menschen durch Bildung, die Zivilgesellschaft und qualitätsvolle Jugendinitiativen am demokratischen Leben teilzunehmen und durch die Nutzung vorhandener und neuer Methoden zur Politikentwicklung beizutragen, um so ihre Entwicklung, ihr Wohlergehen und ihre soziale Inklusion zu verbessern. 
  • 20. Unterstützung des Jugendsektors bei der (Weiter-)Entwicklung von Strukturen, Arbeitsmethoden und Kommunikationskanäle, um mehr junge Menschen zu erreichen, vor allem diejenigen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. 


››› Zum vollständigen Ratsdokument (auf Englisch)

Die gemeinsamen Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz wurden bei der Sitzung des Rates an alle Minister_innen verteilt. Darüber hinaus wurde ein auf den Schlussfolgerungen basierendes Video zu den Themen Beschäftigung, Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gezeigt.

Darüber hinaus diskutierten die EU-Jugendminister_innen darüber, wie die Potenziale der Jugendarbeit genutzt werden könnten, um den Herausforderungen, mit denen Europas Jugend derzeit konfrontiert ist, besser begegnen zu können.

 

Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates

Im Anschluss an die Sitzung des EU-Jugendministerrates schrieb Frances Fitzgerald, die irische Ministerin für Kinder- und Jugendangelegenheiten, an Herman Van Rompuy, den Präsidenten des Europäischen Rates. In dem Brief teilte sie ihm die aus der Debatte hervorgegangenen Kernbotschaften mit und übermittelte ihm die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs. 

Informelles Forum zum Strukturierten Dialog am 16. Mai 2013 in Brüssel

Kurz vor Beginn der Sitzung des EU-Jugendministerrates organisierte die irische Ratspräsidentschaft ein informelles Forum zum Strukturierten Dialog. Bei diesem kamen die Jugendminister_innen und weitere Amtsträger_innen aus Irland, Litauen, Griechenland und Zypern mit Vertreter_innen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Jugendforum und Jugendvertreter_innen aus den genannten Mitgliedsstaaten zusammen, um über die Ergebnisse und Herausforderungen des Strukturierten Dialogs zu diskutieren.

Schwerpunkt der Debatte war der politische Umgang mit den Ergebnissen des Dialogs und die von der Kommission für 2013 angesetzten Überprüfung des Strukturierten Dialogs.

 

LGBT Jugend und Soziale Inklusion am 17. Juni 2013 in Dublin

Die Ergebnisse aus den Konsultationen in den Mitgliedsstaaten zeigen, dass sexuelle Minderheiten zu den am stärksten von sozialer Ausgrenzung bedrohten Gruppen gehören. Bei einer zum Programm der EU-Ratspräsidentschaft gehörenden Veranstaltung war BeLonG To, Irlands nationaler Jugenddienst für junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT), Gastgeber einer eintägigen Veranstaltung zum Thema „LGBT Jugend und Soziale Inklusion“. 

Die Teilnehmenden der Veranstaltungen entwickelten die Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz in Bezug auf die Inklusion junger Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender weiter und formulierten Leitlinien und Handlungsempfehlungen für folgende Bereichen: 

  • junge LGBT und Beschäftigung 
  • junge LGBT und Bildung
  • junge LGBT und Teilhabe und Rechte
  • junge LGBT und Jugenddienste


››› Videos der Redner_innen bei der Konferenz (auf Englisch) 

Expertenrunde am 20./21. Juni in Kildare/Irland

Die Veranstaltung brachte eine hochrangige Runde von Expert_innen und Interessenvertreter_innn der Mitgliedsstaaten, der europäischen Institutionen, dem Europäischen Jugendforum, der irischen Jugendarbeit und irischen Regierungsabteilungen zusammen. 

Angeregt von den Ergebnissen der Konsultationen diskutierten die Expert_innen darüber, welchen Beitrag Jugendarbeit zur Verbesserung der Jugendbeschäftigung leisten kann. Das Ergebnis der Sitzung, die Erklärung von Dublin, erkennt die Herausforderungen an, denen junge Menschen in Europa aufgrund des Mangels an Arbeitsplätzen und Berufserfahrung gegenüberstehen. 

Sie weist auch auf die wachsende Kluft zwischen den Kenntnissen, die von bestimmten Arbeitgeber_innen verlangt werden, und den Fähigkeiten vieler potenzieller Arbeitnehmer_innen hin. Die Erklärung erkennt auch an, dass Jugendarbeit bei der Entwicklung der Fähigkeiten junger Menschen eine überaus wichtige Rolle spielen kann, vor allem im Hinblick auf „Soft Skills“ wie der Lernkompetenz, Sozial- und Bürgerkompetenz, Führungsfähigkeit, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Unternehmertum.

››› Die Erklärung von Dublin (auf Deutsch) 

Umgang mit den Ergebnissen in Irland

Darüber hinaus hat die irische EU-Ratspräsidentschaft die Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz mit politischen Entscheidungsträger_innen aus anderen verwandten Bereichen in Irland geteilt. Darunter waren das Ministerium für Bildung und Kompetenzen, das Ministerium für Berufe, Unternehmen und Innovation, das Ministerium für soziale Sicherheit sowie das Ministerium für Sport. 

Zudem setzt sich eine Projektgruppe des irischen Nationalbeirats für Jugendarbeit mit den Ergebnissen auseinander und prüft, wie diese in das Irlands Rahmenprogramm für nationale Jugendpolitik einfließen können.


Wir haben die Mitteilung der irischen EU-Ratspräsidentschaft ins Deutsche übersetzen lassen und die im Text verwendeten Fachbegriffe in einem Glossar erläutert.

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