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Ohne Moos nichts los! Fördertipps für Projekte zum Strukturierten Dialog

Wer etwas bewegen will, braucht dazu nicht nur Ideen, sondern auch Geld. Das gilt selbstverständlich auch für Projekte zum Strukturierten Dialog. Zwar kann man durchaus Einiges durch ehrenamtliches Engagement stemmen, doch die Grenzen sind schnell erreicht, will man den Beteiligten gute Rahmenbedingungen bieten.


Foto: Images Money - flickr (CC:BY)
Drei Blumentöpfe, in denen 10-Euro-Scheinen wachsen. Foto: Images Money - flickr (CC:BY)
Logo der deutschen Agentur JUGEND für Europa

Speziell dafür gemacht: 
Die Leitaktion 3 bei Erasmus+

Mit der Leitaktion 3 fördert das EU-Programm „Erasmus+ JUGEND IN AKTION“ Projekte zum Strukturierten Dialog fördert. Darin floss die frühere Aktion 5.1 des Vorgängerprogramms JUGEND IN AKTION ein, die seit 2007 ein spezielles Budget für Projekte zum Strukturierten Dialog zur Verfügung stellte.

 

Über die neue Leitaktion 3 können sowohl nationale als auch transnationale Projekte gefördert werden, die sich an Jugendliche im Alter zwischen 13 und 30 Jahren richten und die die Begegnung mit politischen Entscheidungsträger_innen unterstützen. Voraussetzung ist allerdings, dass mindestens 30 Teilnehmende zusammenkommen. Ein Projekt kann zwischen 3 und 24 Monate dauern und Programm- wie auch benachbarte Partnerländer einschließen. Gefördert werden Projekte bis zu einer Höhe von € 50.000,--.

 

Weitere Informationen zur Förderung gibt es ››› hier. Für einen schnellen Überblick findet man zudem alles Wichtige in diesem ››› Factsheet.

 

Wer ein Projekt bei JUGEND IN AKTION beantragt hat, das erst 2014 oder 2015 endet, muss sich übrigens keine Sorgen machen! Die Richtlinien und Verwendungsnachweise richten sich natürlich bis zum Schluss an den zur Antragstellung gültigen Vorgaben. Endgültig „beerdigt“ wird das alte Förderprogramm erst 2016.

 

 

Die Förderstrategie

Der deutsche Ansprechpartner für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION ist die Agentur JUGEND für Europa. Um die Entwicklung eines langfristig tragfähigen Konzeptes zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland zu unterstützen, hat JUGEND für Europa gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring eine Förderstrategie für die ehemalige Aktion 5.1 erarbeitet. Nach dieser Strategie fördert JUGEND für Europa seit 2009 prioritär Projekte.

Kriterien gemäß der Förderstrategie

Generell galten natürlich zunächst einmal die Richtlinien des Programms JUGEND IN AKTION. Die in der Förderstrategie vereinbarten Kriterien richteten sich insbesondere an Projektträger_innen, die mit ihrem 5.1-Projekt eine größere Reichweite oder die Funktion einer Vernetzungsstelle für die Umsetzung des Strukturierten Dialogs anstrebten. 


Kriterien

  • Um einen unmittelbaren Dialog zwischen Jugendlichen und jugendpolitisch Verantwortlichen zu ermöglichen, werden politische Entscheidungsträger_innen verschiedener politischer Ebenen (Kommune, Land, Bund, Europa) in das Projekt eingebunden.

  • Zur Förderung der Kontinuität und der Nachhaltigkeit des Dialogs und, um einen fortgesetzten Austausch sicherzustellen, werden statt einer einmaligen Veranstaltung mehrere und möglichst vielfältige Maßnahmen organisiert. Dabei werden Aktivitäten verschiedener Ebenen miteinander verbunden.

  • Die Aktivitäten werden in Zusammenarbeit mit Jugendverbänden und Jugendringen durchgeführt. Darüber hinaus werden weitere Partner_innen aus der Jugendarbeit/-hilfe und anderen Bereichen (z.B. Schulen) einbezogen. Die beteiligten Partner_innen werden in Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen informiert und qualifiziert. Es herrscht Transparenz über die laufenden Aktivitäten.

  • An den Aktivitäten werden möglichst viele Jugendliche beteiligt und in deren Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung aktiv einbezogen.

  • Der/die Projektträger_in betreibt eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bzw. unterstützt die seiner/ihrer Partner_innen und sorgt dafür, dass Medien und Entscheidungsträger_innen über die Aktivitäten und deren Ergebnisse informiert werden.

  • Die Projekte berücksichtigen die vorhandenen thematischen Vorgaben der Agenda des Strukturierten Dialogs im Rahmen der europäischen Jugendpolitik. Darüber hinausgehende Fragestellungen, die sich an den Belangen und Bedürfnissen junger Menschen orientieren, können in die Maßnahmen aufgenommen werden.

  • Der/die Projektträger_in stellt sicher, dass die Ergebnisse der von ihm/ihr angeregten Dialogprozesse zur thematischen Agenda des Strukturierten Dialogs an die Koordinierungsstelle weitergegeben werden und das Feedback dazu anschießend an die Teilnehmenden des Projekts weitergeleitet wird.

  • Im Rahmen des Projekts wird über den Strukturierten Dialog und seinen europäischen Bezug informiert. Darüber hinausgehende europäische Bezüge sind wünschenswert.


Neben diesen allgemeinen Anforderungen gibt es weitere Anforderungen, die sich nach Projekten, die einen Strukturierten Dialog in einem Bundesland bzw. einer Region, und Projekten, die einen Strukturierten Dialog in einem Themenfeld der Kinder- und Jugendhilfe entwickeln möchten, unterscheiden.

Kriterien für Projekte mit einer landesweiten bzw. regionalen Ausrichtung

  • Der/die Projektträger_in ist in Kontakt mit den für Jugendfragen zuständigen Behörden seiner/ihrer Region und erhält deren aktive Unterstützung.
  • Zur Koordinierung des Strukturierten Dialogs wird im Bundesland bzw. in der Region ein breites Bündnis mit verschiedensten Partner_innen hergestellt.


Kriterien für Projekte mit einer bundeszentralen, themenspezifischen Ausrichtung

  • Der/die Projektträger_in steht in Kontakt mit den Behörden bzw. Institutionen, die für das spezifische Themenfeld der Kinder- und Jugendhilfe relevant sind, und erhält deren aktive Unterstützung.
  • Innerhalb seiner/ihrer Strukturen initiiert und begleitet der/die Projektträger_in eine möglichst große Zahl von Aktivitäten auf lokaler, regionaler, nationaler und ggf. europäischer Ebene.

 

» Die vollständige Förderstrategie zum Download


Information und Beratung

Nationale Agentur Erasmus+ JUGEND IN AKTION
Team Leitaktion 3
Godesberger Allee 142-148 | 53175 Bonn
E-Mail: leitaktion3[at]jfemail.de
www.jugend-in-aktion.de

 

 

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Von Seiten des Bundes, der Bundesländer sowie der Städte und Kommunen gibt es (derzeit) in der Regel keine speziellen Mittel für Projekte zum Strukturierten Dialog. Das heißt aber nicht, dass Vorhaben nicht durch bestehende Förderprogramme der öffentlichen Hand finanziert werden können. Ähnliches gilt für die Förderung durch Stiftungen. Die Frage ist nur, welcher Fördermittelgeber und welches Programm am besten für das eigene Projekt geeignet sind.

Leider ist die Antwort – wie so häufig bei Finanzierungsfragen – nicht ganz einfach, da sie sehr stark vom geplanten Vorhaben abhängig ist. Handelt es sich um ein nationales oder internationales Projekt? Ist der potenzielle Antragsteller ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe? Soll es um eine besondere Zielgruppe gehen? Je nachdem wie die Antworten auf diese und eine Reihe weiterer Fragen ausfallen, führt der Weg durch den „Förderdschungel“ in die eine oder die andere Richtung.

Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als sich seinem Ziel schrittweise anzunähern, bis man die passende(n) Finanzierungsquelle(n) gefunden hat.

Linktipp
Einen Einstieg bieten die Förderinformationen des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe. Neben den wichtigsten Finanzierungsquellen für den Jugendbereich finden sich dort Links zu verschiedenen Förderdatenbanken.

 

 

Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland
c/o Deutscher Bundesjugendring | Mühlendamm 3 | 10178 Berlin

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