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Es geht um »Europa mitgestalten

Für viele junge Menschen ist Europa selbstverständlich, oder nicht? Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

 

Aktuelle Entwicklungen wie der Brexit, die Flüchtlingsdebatte, zunehmender Nationalismus und erstarkender Populismus, aber auch die regelmäßig stattfindenden Demos „Pulse of Europe“ haben dafür gesorgt, dass die Diskussion um Europa auf Hochtouren läuft. Und eins ist klar geworden: Europa ist nicht einfach da - Europa muss gestaltet werden: von DIR, von UNS.

 

Freizeit, Engagement, Reisen, Kultur, Umwelt, Liebe, Internet, Bildung, Arbeiten… Was dein Leben betrifft, ist auch für Europa wichtig. Umgekehrt hat Europa zunehmend Einfluss auf dein Leben.

 

Deswegen geht es uns um euer Bild von, eure Erwartungen an und eure Ideen zu Europa. Wir wollen von euch wissen wie junge Menschen und Europa zueinander stehen.

 

  • Welche Themen beschäftigten euch ganz konkret in eurem Alltag, die auch für Jugendliche in anderen EU-Ländern wichtig sein könnten?
  • Welche Bedeutung hat Europa für euch? Welche Bedeutung haben junge Menschen für Europa?
  • Wie engagiert ihr euch für Europa? Wie macht ihr Europa lebendig?
  • Was braucht ihr, um Europa mitgestalten zu können?

     

Ihr seid eine Jugendgruppe, eine Initiative, ein Verband, habt ein Projekt oder eine internationale Jugendbegegnung organisiert: Wir sammeln alles, was ihr in den letzten zwei Jahren zum Thema „Junge Menschen in Europa“ gemacht habt.

 

Wir wollen über Europapolitik und Solidarität reden und darüber, welche Bedeutung Europa für euch hat und wie ihr euch für Europa engagieren könnt.  

 

 

Bild: kallejipp | photocase
Bild: kallejipp | photocase

Wir wollen damit »Jugendpolitik gestalten

Was in deinem Leben wichtig ist, geht vielleicht auch andere junge Menschen in Europa an. In ganz Europa stehen junge Menschen vor Herausforderungen wie eine gute Ausbildung oder Arbeit zu finden, körperlich und geistig gesund zu sein oder sich in ihrem Umfeld einbringen zu können.

 

In Deutschland und in der Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten der EU ging es in der Jugendpolitik der vergangenen Jahre deshalb darum, die Lebenssituation junger Menschen zu verbessern. Jetzt ist es höchste Zeit nochmal darüber nachzudenken, wo es noch nicht läuft und was ihr noch braucht.

 

Eure gesammelten Forderungen, Standpunkte und Meinungen bündeln wir und bringen sie da ein, wo sie etwas bewirken können: In die Erarbeitung einer EU-Jugendstrategie nach 2018 und die Weiterentwicklung der Themen der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“.

 

Die EU-Jugendstrategie nach 2018:

 

Da die EU nur wenig in der Jugendpolitik zu sagen hat, beruht alles, was in dem Bereich passiert darauf,  dass die Mitgliedsstaaten zusammenarbeiten. Deshalb haben sie sich in einem offiziellen Dokument auf Ziele und Mittel geeinigt: Die sogenannte EU-Jugendstrategie bildet von 2010-2018 den Rahmen der Zusammenarbeit. Damit setzen sich die Mitgliedsstaaten zum Ziel die Situation junger Menschen europaweit zu verbessern, mehr Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen in Bildung und Arbeit zu schaffen sowie das freiwillige Engagement junger Menschen stärker zu fördern und die soziale Eingliederung junger Menschen zu stärken. Sie haben 2010 zusammen mit Akteuren aus der Jugendarbeit und Jugendlichen selbst acht Themenfelder als Fokus herausgearbeitet. Jetzt sind wir jedoch acht Jahre weiter – und es ist Zeit sich die Themen nochmal genau anzuschauen.

 

Im November 2018 wird der EU-Jugendministerrat über eine neue EU-Jugendstrategie entscheiden. Sie legt fest, wie es mit der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich ab 2019 weitergehen wird. An der Entwicklung dieser neuen EU-Jugendstrategie werden europaweit junge Menschen über den Strukturierten Dialog beteiligt. Wir bringen eure gesammelten Ideen, Meinungen und Forderungen in diesen Prozess ein. Mit den vorliegenden Ergebnissen werden sich die Jugendminister_innen in Brüssel Ende Mai 2018 beschäftigen. Danach gilt es eine Zwischenbilanz zu den Empfehlungen zu ziehen.

 

Die Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“:

 

Das Ziel der Jugendstrategie des Bundesjugendministeriums „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ ist seit 2015 eine Gesellschaft, die die junge Generation an allen Entscheidungen beteiligt, die sie betreffen, und die allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gute Lebensbedingungen bietet.

 

Unter dem Dach der Jugendstrategie arbeitet das Bundesjugendministerium gemeinsam mit vielen Partnern an verschiedenen Vorhaben. Im Kern besteht die Jugendstrategie aus vier zentralen Handlungsfeldern: Wirkungsvolle Jugendbeteiligung, Zeiten und (Frei-)Räume, Gesellschaftliche Perspektiven und soziale Teilhabe sowie Darstellung und Wahrnehmung der Vielfalt junger Menschen.

 

Auch die Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ soll zusammen mit jungen Menschen noch mal unter die Lupe genommen und weiterentwickelt werden. In diesen Prozess bringen wir eure gesammelten und gebündelten Forderungen, Standpunkte und Meinungen ebenfalls ein.

  

»Orientieren »Abstimmen »Einfluss nehmen

Das passiert in drei aufeinander aufbauenden Schritten. Insgesamt dauert der ganze Prozess eineinhalb Jahre:

Schritt 1 (bis September 2017)

Im ersten Schritt geht es ums Orientieren: In Deutschland fanden und finden unzählige Aktivitäten von und mit jungen Menschen statt, bei denen es auch um das Thema „Junge Menschen in Europa“ geht: Projekte, Konferenzen, Seminare, Gruppenstunden, Dialoge mit Politiker_innen, Workshops, BarCamps, Videos, Interviews, Umfragen, Studien usw. Wir sammeln Materialen zum Thema „Junge Menschen in Europa“ und ermitteln, wo wir gerade zu dem Thema stehen, welche Herausforderungen und Knackpunkte es dabei gibt und welche Unterthemen dabei besonders wichtig sind.

Schritt 2 (ca. November 2017 bis Februar 2018)

Im zweiten Schritt geht es darum, die Ergebnisse breit zu diskutieren, zu priorisieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Dazu sind eine Reihe verschiedener Aktivitäten wie Diskussionsrunden, Workshops und eine Online-Beteiligung geplant.

Schritt 3 (Mai bis September 2018)

Im dritten Schritt bringen wir die Ergebnisse in die politischen Prozesse in Deutschland und auf EU-Ebene ein, ziehen eine erste Zwischenbilanz und konkretisieren daraufhin die Ideen.
Auf EU-Ebene wird es darum gehen die Empfehlungen zur Entwicklung einer EU-Jugendstrategie nach 2018 unter die Lupe zu nehmen und dazu ein konkretes Feedback zu geben, das dann Einfluss auf den Beschluss zu einer neuen EU-Jugendstrategie nach 2019 nimmt.

Was wir »von euch »brauchen

Ganz einfach: Im ersten Schritt geht es ums Orientieren, dafür brauchen wir eure Unterstützung. Schickt uns alles, was ihr in eurer Jugendgruppe, Initiative, eurem Projekt, eurer internationalen Jugendbegegnung, eurem Verband oder ähnlichem zum Thema „Jugend in Europa“ in den letzten zwei Jahren gemacht habt zu. Fokus kann dabei zum einen das Verhältnis zwischen jungen Menschen und Europa sein und zum anderen welche Themen für das Leben junger Menschen in Europa eine Rolle spielen.

 

Alles? Alles! Das Format kann so vielfältig sein wie eure Aktivitäten. Videos, Fotoprotokolle, Blog-Beiträge, World-Café-Tischdecken nehmen wir genauso gerne wie fertige Publikationen oder Dokumentationen.

 

Bis wann? 17. September 2017

 

Wohin? beteiligung[at] remove-this.dbjr.de

 

Fragen? Katharina Dorn | Tel: 030-400 40 442 | katharina.dorn[at] remove-this.dbjr.de

Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland
c/o Deutscher Bundesjugendring | Mühlendamm 3 | 10178 Berlin

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