du »EUROPA» wir

Aktuelle Entwicklungen wie der Brexit, die Flüchtlingsdebatte, zunehmender Nationalismus und erstarkender Populismus, aber auch die regelmäßig stattfindenden Demos „Pulse of Europe“ haben dafür gesorgt, dass die Diskussion um Europa auf Hochtouren läuft. Und eins ist klar geworden: Europa ist nicht einfach da - Europa muss gestaltet werden: von DIR, von EUCH, von UNS.

Freizeit, Engagement, Reisen, Kultur, Umwelt, Liebe, Internet, Bildung, Arbeiten… Was euer Leben betrifft, ist auch für Europa wichtig. Umgekehrt hat Europa zunehmend Einfluss auf euer Leben.

Bild: kallejipp | photocase.com

Denn was in deinem Leben wichtig ist, geht auch andere junge Menschen in Europa an. In ganz Europa stehen junge Menschen vor Herausforderungen, wie eine gute Ausbildung oder Arbeit zu finden, körperlich und geistig gesund zu sein oder sich in ihrem Umfeld einbringen zu können.

 

Von Juli 2017 bis Ende 2018 geht es deshalb um die Frage, wie junge Menschen und Europa zueinander stehen:

  • Welches Bild habt ihr von Europa?
  • Was sind eure Erwartungen an und eure Ideen zu Europa?
  • Welche Themen beschäftigten euch ganz konkret in eurem Alltag, die auch für Jugendliche in anderen EU-Ländern wichtig sein könnten?
  • Welche Bedeutung hat Europa für euch? Welche Bedeutung haben junge Menschen für Europa?
  • Wie engagiert ihr euch für Europa? Wie macht ihr Europa lebendig?
  • Was braucht ihr, um Europa mitgestalten zu können?


"du »EUROPA» wir" ist Teil eines EU-weiten Dialogprozesses, an dem sich alle EU-Länder beteiligen. Die Ergebnisse werden zum einen in die neue EU-Jugendstrategie nach 2018 und zum anderen in die Themen der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einfließen.

 

 

Orientieren - Beteiligen - Konkretisieren

Grafik: DBJR

Insgesamt dauert der ganze Prozess eineinhalb Jahre und besteht aus vier aufeinander aufbauenden Schritten: 

 

  1. In der Orientierungsphase geht es darum, vorhandene Materialien zum Thema zu sammeln und zu sichten. Ziel ist es, ein Verständnis des Themas zu entwickeln und festzustellen, welche Unterthemen und Forderungen sich ergeben (August und September 2017)
  2. In der Beitragsphase können die Ergebnisse der Orientierungsphase diskutiert und ergänzt werden. Wir wollen von euch wissen, ob die Punkte, die aus den Materialien herausgearbeitet wurden, aus eurer Sicht passen oder ob noch etwas ergänzt oder angepasst werden sollte (ca. Oktober bis November 2017).
  3. In der Votingphase geht’s, welche der Themen und Forderungen aus Sicht junger Menschen für die weitere Diskussion zum Thema besonders wichtig sind. Dazu findet eine Online-Abstimmung statt (ca. November 2017 bis Januar 2018). Ergänzend sind von Oktober 2017 bis Januar 2018 verschiedene Aktivitäten geplant, die sich mit einzelnen Themen beschäftigen (z.B. Diskussionsveranstaltungen, Workshops).
  4. In der Feedback- und Konkretisierungsphase (ca. April bis September 2018) sind verschiedene Aktivitäten geplant, um Forderungen und Umsetzungsideen zu konkretisieren sowie ein erstes Feedback von politischer Seite einzuholen.

 

 

Mitmachen in der Orientierungsphase

Foto: manun | photocase.com

Im ersten Schritt werten wir vorhandene Materialien aus, um Unterthemen, Herausforderungen und Fragestellungen zu identifizieren. Sie bilden die Grundlage für den nächsten Schritt.

Ihr wollt mitmachen? Schickt uns alles, was ihr in eurer Jugendgruppe, Initiative, eurem Projekt, eurer internationalen Jugendbegegnung, eurem Verband oder ähnlichem zum Thema „Junge Menschen in Europa“ in den letzten zwei Jahren gemacht habt zu. Fokus kann dabei zum einen das Verhältnis zwischen jungen Menschen und Europa sein und zum anderen, welche Themen für das Leben junger Menschen in Europa eine Rolle spielen.

 

Alles? Alles! Das Format kann so vielfältig sein wie eure Aktivitäten. Videos, Fotoprotokolle, Blog-Beiträge, World-Café-Tischdecken nehmen wir genauso gerne wie fertige Publikationen oder Dokumentationen.

 

Bis wann? 17. September 2017

 

Wohin? beteiligung[at] remove-this.dbjr.de

 

Fragen? Katharina Dorn | Tel: 030-400 40 442 | katharina.dorn[at] remove-this.dbjr.de

 

 

Was verbirgt sich hinter den beiden Jugendstrategien?

Die EU-Jugendstrategie nach 2018

Da die EU nur wenig in der Jugendpolitik zu sagen hat, beruht das meiste, das in diesem Bereich passiert auf einer freiwilligen Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten untereinander. Die Grundlage für diese Zusammenarbeit im Jugendbereich bildet ein offizielles Dokument, in dem u.a. die Ziele, die Instrumente und die Themenfelder für die Kooperation festgehalten werden. Die sogenannte EU-Jugendstrategie bildet von 2010 bis 2018 den Rahmen für die Zusammenarbeit im Jugendbereich.

 

Darin setzen sich die Mitgliedsstaaten zum Ziel, die Situation junger Menschen europaweit zu verbessern, mehr Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen in Bildung und Arbeit zu schaffen sowie das freiwillige Engagement junger Menschen stärker zu fördern und die soziale Eingliederung junger Menschen zu stärken.

 

In rund einem Jahr läuft die aktuelle EU-Jugendstrategie aus. Im November 2018 wird der EU-Jugendministerrat über eine neue EU-Jugendstrategie entscheiden. Sie soll festlegen, wie es mit der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich ab 2019 weitergehen wird. An der Entwicklung dieser neuen EU-Jugendstrategie werden europaweit junge Menschen über den Strukturierten Dialog beteiligt.

 

 

Die Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“

Das Ziel der Jugendstrategie des Bundesjugendministeriums „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ ist seit 2015 eine Gesellschaft, die die junge Generation an allen Entscheidungen beteiligt, die sie betreffen, und die allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gute Lebensbedingungen bietet.

 

Unter dem Dach der Jugendstrategie arbeitet das Bundesjugendministerium gemeinsam mit vielen Partnern an verschiedenen Vorhaben. Im Kern besteht die Jugendstrategie aus vier zentralen Handlungsfeldern: Wirkungsvolle Jugendbeteiligung, Zeiten und (Frei-)Räume, Gesellschaftliche Perspektiven und soziale Teilhabe sowie Darstellung und Wahrnehmung der Vielfalt junger Menschen.

 

Auch die Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ soll zusammen mit jungen Menschen noch mal unter die Lupe genommen und weiterentwickelt werden. In diesen Prozess bringen wir eure gesammelten und gebündelten Forderungen, Standpunkte und Meinungen ebenfalls ein.

  

Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland
c/o Deutscher Bundesjugendring | Mühlendamm 3 | 10178 Berlin

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