Mit klarem Rahmen: Der Strukturierte Dialog auf europäischer Ebene

Die EU-Jugendstrategie gibt dem Strukturierten Dialog auf europäischer Ebene einen ziemlich klaren Rahmen, der sich aus den folgenden Hauptelementen zusammensetzt.

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Drei gelbe Sterne auf dunkelblauem Hintergrund. Foto: marqs - photocase

28 Länder, 18 Monate, 1 Schwerpunktthema

28 Länder, 18 Monate, 1 Schwerpunktthema - das ist kurzgesagt der Rahmen für den Strukturierten Dialog, wie ihn die EU-Jugendstrategie vorsieht. Für eineinhalb Jahre wird ein ausgewähltes Schwerpunktthema der EU-Jugendstrategie in den Mittelpunkt gestellt. Zu diesem finden in drei Phasen in allen 28 EU-Ländern Befragungs- und Beteiligungsprozesse (Konsultationen) mit Jugendlichen statt.

 

18 Monate und drei Phasen deshalb, weil dies der Zeitraum für eine sogenannte Triopräsidentschaft ist. Alle sechs Monate übernimmt ein anderes Mitgliedsland den Vorsitz der Europäischen Union (EU-Ratspräsidentschaft). Jeweils drei aufeinanderfolgende EU-Ratspräsidentschaften koordinieren für "ihre" 18 Monate ihre Arbeit, indem sie beispielsweise gemeinsame Schwerpunkte setzen. Von Juli 2011 bis Dezember 2012 bilden Polen, Dänemark und Zypern eine Triopräsidentschaft.

 

Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Schwerpunktthemas für den Strukturierten Dialog und natürlich für die Fokusthemen, die jede EU-Ratspräsidentschaft für ihr Halbjahr setzen kann.

Die Basis für den Dialog: Die Konsulationen

Die Konsultationen in den 28 EU-Mitgliedstaaten bilden die Grundlage für den Dialog zwischen Jugendlichen und politischen Entscheidungsträger_innen auf europäischer Ebene. Durch sie werden europaweit die Positionen, Vorschläge und Empfehlungen von Jugendlichen zu dem Schwerpunktthema zusammengetragen.

Damit dieses zielgerichtet passieren kann, gibt der Europäische Lenkungsausschuss Leitfragen und zeitliche Fristen vor. Mit welcher Methode die Konsultationen durchgeführt werden, entscheiden die nationalen Arbeitsgruppen

Ob durch Fragebögen, persönliche Interviews, nationale Jugendkonferenzen, Seminare, Workshops, über das Internet oder durch eine Kombination verschiedener Aktivitäten - die Anzahl der eingesetzten Konsultationsmethoden ist groß. Wichtig ist, dass am Ende für jedes Land eine Zusammenfassung der Antworten vorliegt. Diese Zusammenfassungen (nationale Berichte) bilden die Grundlage für die EU-Jugendkonferenzen.

Aus 28 mach 1: Die EU-Jugendkonferenzen

Rund alle sechs Monate findet eine EU-Jugendkonferenz statt. Sie findet im Land der jeweiligen EU-Ratspräsidentschaft statt. 
 
Bei den EU-Jugendkonferenzen kommen aus allen 28 EU-Mitgliedsländern Vertreter_innen der Jugend und der für Jugendfragen zuständigen Ministerien zusammen. Gemeinsam arbeiten sie die Punkte aus den 28 nationalen Berichten heraus, die für Jugendliche in allen europäischen Ländern wichtig sind und bündeln sie. Dies geschieht in der Regel im Rahmen von Workshops, in denen die Jugendlichen und die politischen Entscheidungsträger_innen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. 
 
Am Ende der Konferenz steht eine Zusammenfassung (Gemeinsame Schlussfolgerungen) mit den zentralen Anliegen, Empfehlungen und Vorschlägen, die auf dem Input vieler junger Europäer_innen beruht. 

Nachgefragt: Was passiert eigentlich auf einer EU-Jugendkonferenz?

Marah Köberle (25), Lina Ohltmann (23) und Max Rünzel (19) nahmen als deutsche Jugendvertreter_innen im Oktober 2010 an der EU-Jugendkonferenz im belgischen Löwen teil. In einem Interview mit dem Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) berichten sie über ihre Eindrücke:

Marah, zunächst zu Dir: Du warst ja vorher schon mal auf einer Jugendkonferenz. Was war in Belgien anders/besser?

Marah: Stimmt, im April 2010 habe ich für das DNK bei der Jugendkonferenz in Jerez, Spanien teilgenommen. Die Konferenz dort war die erste in einer Reihe von drei Konferenzen, die sich mit dem Thema Jugendarbeitslosigkeit und den Übergang von formaler Bildung oder Ausbildung ins Berufsleben beschäftigte.
Auch wenn es sich etwas klischeehaft anhört: Meine Flugtickets nach Spanien habe ich sehr kurzfristig erhalten und auch vor Ort war Manches etwas improvisiert. Aber der Empfang in Jerez war auch sehr herzlich!

Lina, Du kommst von der JEF, den Jungen Europäischen Föderalisten. Welche Erwartungen hast Du mit Deiner Teilnahme verbunden?

Lina: Die JEF ist ein Jugendverband, der sich für ein demokratisches, bürgernahes, nachhaltiges, solidarisches, föderales und friedliches Europa einsetzt. Wir organisieren Seminare, Diskussionsabende und gehen in Schulen, um so Wissen zu Europa zu stärken und um unsere eigenen Mitglieder für Themen wie Netzpolitik oder Immigration im Bezug auf Europa zu sensibilisieren. Ich hatte mir von meiner Teilnahme erhofft, die Ergebnisse der deutschen Konsultation, an der sich auch die JEF beteiligt hat, einzubringen und dabei den Austausch mit Delegierten anderer Länder zu intensivieren. Mir war es wichtig, gute Beispiele und Ideen mitzunehmen, aber auch Erfahrungen aus Deutschland zu teilen.

Max, Du hast im Frühsommer auf dem Event ?Take Five? der nördlichen Bundesländer teilgenommen. Dort hat man Dich zu einem ?Botschafter? dieser Konferenz gewählt. Was hast Du aus Hamburg nach Leuven mitgebracht?

Max: Take Five war ein erster Versuch, sich länderübergreifend mit dem Strukturierten Dialog zu beschäftigen und ihn bei Jugendlichen und Politik bekannter zu machen. Ich habe dann natürlich versucht, das wirklich gute Feedback und auch die Resultate vom ?Take Five?-Wochenende mit nach Leuven zu nehmen. Die heterogene Gruppe von Seminarteilnehmenden verschiedenster Organisationen spornte mich besonders an, Vielfalt mit nach Leuven zu nehmen. Ferner hatte ich ein wenig das Ziel vor Augen, den ganzen Weg eines solchen Prozesses mitzugehen. Also von der Entstehung in der lokal orientierten Jugendarbeit bis hin zur Europäischen Jugendkonferenz in Leuven.

Im Vorfeld der Jugendkonferenz wurde europaweit eine Befragung (?Konsultation?) durchgeführt, um Projekte und Jugendliche zu Beschäftigungspolitik und den besonderen Bedürfnissen junger Menschen zwischen Schule und Beruf zu befragen. Wie wurden die Ergebnisse dieser Konsultation auf der Konferenz behandelt?

Marah: Das Thema der Jugendkonferenz wurde in verschiedenen Workshops mit Schwerpunktthemen behandelt. Als Vorbereitung auf die Arbeit dort gab es die Konsultationen aller EU-Mitgliedsstaaten zu den jeweiligen Themen. Diese Ergebnisse der Befragungen waren sozusagen die Grundlage der Arbeit in Leuven. Teilweise war es sehr interessant, wie unterschiedlich die Situation junger Menschen in den verschiedenen Ländern wahrgenommen wird.

Lina: Die Ergebnisse der Konsultationen wurden von uns Delegierten während der Jugendkonferenz in die Forderungen, die aus der letzten Jugendkonferenz in Spanien hervorgegangen waren, eingearbeitet. Dabei wurden Prioritäten diskutiert, da nur eine geringe Anzahl an Forderungen aus jedem Workshop in die finalen Forderungen übernommen werden konnten.

Max: Meiner Meinung nach wurde sehr wohl Rücksicht genommen auf eben diese Themen, die in den einzelnen Konsultationen angesprochen wurden. Auf der anderen Seite war die thematische Auseinandersetzung in Leuven eine ganz andere als noch in Hamburg bei ?Take Five?. So war in Leuven eine Art Korridor abgesteckt worden, in dem wir uns mittels Zusammenfassung und Umformulierung bereits bestehender, also der durch die Konsultationen gewonnenen Forderungen, widmeten. So wurde auf der einen Seite sichergestellt am Ende des Workshops auf fertige politische Forderungen schauen zu können, auf der anderen Seite wurden Diskussionen gerade in der Endphase immer komplexer und drehten sich um Formulierungen innerhalb eines Satzes.

Ihr seid über ein bundesweites Verfahren als Teilnehmende zur Jugendkonferenz ausgewählt worden. Was ist Eure Erfahrung ? was muss man wissen, wenn man auf so eine Jugendkonferenz fährt? Wie können Teilnehmende noch besser vorbereitet werden?


Max: So plakativ es klingen mag, sind meines Erachtens Offenheit und der Mut, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen, eine gute Basis, auf der man mit etwas Fachwissen so aufbauen kann, dass man selbst zwischen den vielen langjährig international aktiven Vertreter_innen nicht das Gefühl haben muss, mit der Situation überfordert zu sein. Dennoch glaube ich, dass es gerade neuen Vertreter_innen sehr helfen würde, ein bisschen mehr über die Strukturen auf europäischer jugendpolitischer Ebene zu erfahren, ebenso über bereits erreichte Ziele und Forderungen und den etwaigen Ablauf vergangener Konferenzen ähnlicher Art.

Marah: Für mich ist es am wichtigsten, die Situation vor Ort in Deutschland zu kennen. Klar, dass man als Einzelperson nur eine Perspektive hat, aber zum Beispiel durch die Arbeit in meinem Jugendverband, der KJG, in der Bildung ein wichtiges Thema ist, konnte ich verschiedene Situationen, Meinungen und Perspektiven erleben. Zudem beschäftige ich mich auch privat viel mit jugendbezogener Politik, z.B. ist die Shell-Studie immer super interessant zu lesen.

Lina: Für die Jugendkonferenz einer EU-Ratspräsidentschaft ist es wichtig zu wissen, wie die politischen Verfahren in der Europäischen Union gestaltet sind. Zudem sollte man sich vorher an den nationalen Konsultationen beteiligen oder die Ergebnisse genau studieren. Persönliche Erfahrungen mit dem Thema sind auch von Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Neue Teilnehmende könnten sich vielleicht noch ein bisschen besser durch eine noch intensivere gemeinschaftliche Vorbereitung mit bereits erfahrenen Jugenddelegierten auf die Konferenz einstellen. Hier kommt es aber sehr stark darauf an, ob jemand schon Erfahrungen mit dem Thema der Konferenz hat.

Auf EU-Jugendkonferenzen kommen Jugendliche aus den europäischen Staaten mit den jeweiligen Ministeriumsvertreter_innen zusammen. Wie sah Euer Kontakt mit dem BMFSFJ aus? Gab es ein direktes Gespräch?

Lina: Viele Ministerien aus anderen EU-Staaten haben schon an den Workshops der ersten beiden Tage teilgenommen. Die Vertreter_innen des BMFSFJ kamen leider erst am letzten Konferenztag und konnten so nur das Abschlussplenum mit den Ergebnissen erleben. Bei einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir uns dann noch austauschen und die Ergebnisse stießen bei den Mitarbeiter_innen auf Interesse.

Am Ende der Jugendkonferenz gab es ein Abschlussdokument mit Forderungen. Wie ist dieses Dokument entstanden und wie schätzt Ihr die Inhalte ein?

Max: Dieses Dokument bestand am Ende aus 40 verschiedenen Forderungen aus acht unterschiedlichen Themenbereichen. Jeder der acht Workshops hatte die Aufgabe, die durch die Konsultationen und die spanische Jugendkonferenz gewonnenen Forderungen zu konkretisieren und so zu formulieren, dass daraus fünf handfeste Thesen wurden. Durch den ?opinion square?, einer Art Ausstellung der Arbeitsergebnisse nach der Hälfte der Zeit mit der Möglichkeit zu kommentieren und zu kritisieren, konnte man auch Einblicke in die Arbeit der anderen Workshops erlangen. Etwas problematisch war es dann, mit rund 30 Leuten pro Workshop genau eine Formulierung zu finden, mit der alle zufrieden waren.

Lina: Aus jedem Workshop wurden bis zu fünf Forderungen in das Abschlussdokument aufgenommen. Dieses setzt sich aus (recht) separaten Forderungen der einzelnen Workshops zusammen und spiegelt die Ergebnisse wider. Inhaltlich wurde eine Reihe von Themen abgedeckt, von der Anerkennung von Kompetenzen bis hin zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Einige Inhalte wurden im Abschlussplenum von den EU-Kommissaren hervorgehoben und finden hoffentlich Einzug in die Politik.

Für uns als Interessenvertretung von jungen Menschen ist es besonders wichtig zu wissen, was eigentlich nach so einer Konferenz mit den Ergebnissen geschieht. Wurdet Ihr auf der Konferenz über die nächsten Schritte informiert?

Max: Auf der einen Seite wurden wir über die Schritte informiert, auf der anderen Seite wurde uns relativ deutlich, dass es nur ein ganz kleiner Teil innerhalb eines großen Prozesses sein kann. Wir sollten die Situation selbst in die Hand nehmen und mit Hilfe der erarbeiteten Forderungen auch regional die Diskussion mit Politik und Öffentlichkeit suchen, um die Forderungen von ?oben? und von ?unten? wirken zu lassen.

Lina: Die Ergebnisse der Konferenz wurden zum einen den relevanten EU-Kommissar_innen direkt vorgestellt, aber sollen auch auf dem Ministerrat im November von einer Gruppe junger Menschen präsentiert werden. Zudem wird auf diese Ergebnisse aufbauend die nächste Konferenz im März in Ungarn stattfinden, in der es um konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Forderungen gehen wird.

Wenn Ihr jetzt in die Zukunft blickt: Was erwartet/erhofft Ihr Euch von der Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland? (bzw. Ihr könnt Euch auch auf Eure Heimatregion beziehen)

Lina: Ich erhoffe mir von der Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland eine tatsächliche Weiterleitung der Ergebnisse nach ?unten? sowie für die neue Konsultation eine möglichst rege Teilnahme von Organisationen und Vertretern der Jugendarbeit. Nur dann kann ein repräsentatives Bild der deutschen Forderungen erstellt und in Ungarn vertreten werden.

Max: Schön ist es meiner Meinung nach zu sehen, dass bereits einige Teile des Strukturierten Dialogs umgesetzt werden. Natürlich hat jede Organisation, jeder Verein seine eigene Herangehensweise und genau aus dem Grund kann ein Strukturierter Dialog eine helfende Hand bedeuten. 

Dadurch könnten bereits Aktive gefordert und weniger Aktive oder sich im Aufbau befindende Organisationen und Vereine gefördert werden. Der Dialog würde den vielen Bestrebungen einen Rahmen geben und auch die Resultate sicherstellen. So finden Ferienfreizeiten und Austauschprogramme bereits en masse in vielen Stadt- und Kreisjugendringen aber auch Jugendgruppen statt, ohne voneinander zu wissen oder strukturiert und kontinuierlich an einem inhaltlichen Thema weiterzuarbeiten. Für solche Fälle könnte der Strukturierte Dialog eine Art Seekarte sein, um die Vielzahl der europäischen Möglichkeiten virtuos zu durchschiffen.

Marah: Echte Partizipation, gerade in der EU, in der viel entschieden wird, ist wichtig. Ob der Strukturierte Dialog das leisten kann wird sich zeigen. Im Allgäu, wo ich aufgewachsen bin, ist für viele Jugendliche die EU weit weg.
Glücklicherweise ist die Jugendarbeitslosigkeit dort wieder gesunken, allerdings müssen viele junge Menschen für Studium, Ausbildung und Arbeit immer noch weite Wege auf sich nehmen oder in Metropolregionen ziehen.

Partizipation ermöglichen! Ich erhoffe mir von der Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland, dass gerade Jugendliche und Jugendverbände zu Wort kommen. Die Politik der EU in jugendrelevanten Bereichen muss konkreter, jugendnäher und bedarfsorientierter gestaltet werden.

Wir danken Euch für das Gespräch!


Hinweis
Die Jugendvertreter_innen werden in der Regel von den nationalen Jugendringen, als der Vertretung der Jugendverbände eines Landes, ausgewählt. In Deutschland übernimmt das Deutsche Nationalkommittee für internationale Jugendarbeit diese Aufgabe. Für die Teilnahme können sich alle interessierten Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahre bewerben. Die Ausschreibungen für die EU-Jugendkonferenzen werden über das DNK, diese Website, unseren Newsletter sowie unsere Facebook- und Twitteraccounts bekannt gegeben.

Follow-up & Feedback: Damit der Dialog Wirkung erzielt

Mit den Ergebnissen der EU-Jugendkonferenz beginnt der eigentliche Dialog zwischen Jugend und Politik. Die Abschlusserklärung ist die Quintessenz der Anliegen, Positionen und Empfehlungen von Jugendlichen in allen EU-Mitgliedstaaten. Damit hat sie ein ganz schönes Gewicht! 

Die Ergebnisse müssen nun in einem zweiten Schritt den verantwortlichen politischen Entscheidungsträger_innen in der Europäischen Union und in den Mitgliedsländern kommuniziert werden. Die politischen Entscheidungsträger_innen sollen sich ersthaft damit auseinander setzen und sie bei ihren Entscheidungen berücksichtigen.

Die Mitglieder des Europäischen Lenkungsausschusses sorgen dafür, dass die EU-Kommission und der EU-Jugendministerrat die Ergebnisse der EU-Jugendkonferenz erhalten. Bisher war es so, dass der EU-Jugendministerrat sich damit auf seinen tournusmäßigen Tagungen auseinander setzt und eine Entschließung dazu verabschiedet. Diese Entschließungen enthalten in der Regel Empfehlungen an die EU-Kommission und die Eu-Mitgliedstaaten.

››› Der Prozess am Beispiel des Strukturierten Dialogs zur Jugendbeschäftigung

››› Infos für Feedbackgeber_innen


Schrittmacher: Der Europäische Lenkungsausschuss

Koordiniert wird der Strukturierte Dialog auf europäischer Ebene vom Europäischen Lenkungsausschuss. Dieser wird für jeden 18-Monatszeitraum neu einberufen und setzt sich aus Jugendvertreter_innen und politischen Entscheidungsträger_innen zusammen. 

Die Jugend wird durch das Europäische Jugendforum und die drei nationalen Jugendringe der jeweiligen Triopräsidentschaft vertreten. Das Europäische Jugendforum ist der Zusammenschluss von rund 100 nationalen Jugendringen und internationalen nichtstaatlichen Jugendorganisationen in Europa.

Die politischen Entscheidungsträger_innen werden durch die Europäische Kommission sowie die Jugendministerien und die Nationalagenturen für das EU-Förderprogramm JUGEND IN AKTION der jeweiligen Triopräsidentschaft vertreten.

Grafik: DBJR
Grafik, die die Zusammensetzung des Europäischen Lenkungsausschuss wiedergibt: Dieser setzt sich zusammen aus je einem Vertreter bzw. einer Vertreterin des Europäischen Jugendforums (Vorsitz), der Europäischen Kommission, der für Jugendfragen zuständ

Gemeinsam entscheiden die Mitglieder des Europäischen Lenkungsausschusses darüber, wie das Schwerpunktthema über die drei Phasen hinweg bearbeitet wird, stimmen die Zeitpläne und Fragestellungen ab, bereiten die EU-Jugendkonferenzen inhaltlich mit vor und kümmern sich um deren Nachbereitung. Kurz gesagt: Der Europäische Lenkungsausschuss ist der entscheidende Schrittmacher für den gesamten Prozess.

Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland
c/o Deutscher Bundesjugendring | Mühlendamm 3 | 10178 Berlin

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